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Auf dem Weg Picasso’s wie vom Blitz getroffen

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Alessandro Siviglia, geboren in Salerno und aus Berufung Vagabund, erzählt von seiner Kunst. Von den Mauern auf die Leinwand, Malerei ist Freiheit.

Artikel im Party Magazine von Carmine Luino

 

Graffiti Writing deine erste Liebe

Ich war circa 15 als ich anfing auf Mauern und Wände zu malen. Es war Liebe auf den ersten Blick zwischen mir und der Graffittikunst. Ich erinnere mich wie mein Schulfreund und Banknachbar, Fabio und ich ständig auf der Suche nach den großen Flächen zum Bemalen waren. Oft waren es gerade die Verbote, die mit der Street Art einhergehen, die uns diese Art von Kunst noch anziehender machten. Ich habe in dieser Zeit mehr als 400 Wände, sei es in Italien, aber auch in anderen europäischen Ländern, in verlassenen Fabriken und in den Randbezirken der großen Städte bemalt.

Ich habe mich vor allem dem Lettering gewidmet, wie man die Buchstaben und ihren verschiedenen Farben und Nuancen miteinander verflechten kann. Ich habe zwar auch das Kunstgymnasium besucht, aber Vieles was meine Kunst ausmacht, habe ich auf der Straße gelernt. Große Mauern, auch zwei mal sechs Meter beispielsweise, anzugehen hat mir erlaubt mich ganz und gar auszudrücken und ich habe gelernt den Platz, die Zeichnung und die Farben auf diesen großen Flächen einzuteilen und zu managen.

 

Salerno, Venedig, Valencia, Rom. Inwieweit hat es dir genutzt, vom künstlerischen Standpunkt betrachtet, in so unterschiedlichen Orten zu leben?

Ich wurde in Salerno geboren und bin dort aufgewachsen und geblieben bis ich 17 war. Dort habe ich meine erste Crew gegründet, eine Gruppe von Writern mit denen ich gemeinsam losziehen und die Grundlagen dieses „Handwerks“ lernen konnte.  In Venedig und Mailand habe ich Künstler kennengelernt, die auf Leinwand malten, was das Interesse geweckt hat für eine Art der Malerei, die so weit weg war von der meinen. Auf Leinwand malen hatte ich damals immer als einschränkend empfunden. Dann bin ich nach Valenzia in Spanien gezogen und habe dort quasi aus der Not heraus begonnen auf Leinwand zu malen.

Ich kannte die lokale Writer Szene nicht und ebensowenig Stellen wo ich hätte Graffittis malen können. Eines Tages, von Picassos Werken begeistert und inspiriert, habe ich angefangen figurative Motive auf Leinwand zu malen. Die Verflechtung der Buchtsaben beim Lettering, auf die ich ursprünglich so sehr fixiert war, habe ich beseite getan und habe begonnen die Sprays direkt auf der Leinwand anzuwenden, mit einer dem Graffiti sehr ähnlichen Technik.

Dann kamen verschiedene Ausstellungen und bis heute habe ich mehr als 1000 Werke in die ganze Welt verkauft, besonders dank des Internets. Zu wissen, dass meine Kunst bis in Ecken der Welt vorgedrungen ist, die ich mir nichtmal vorstellen kann, macht mich stolz und glücklich.

 

Welche Künstler beeinflussen deine Kunst?

Picasso und Basquiat, aber auch die großen Meister wie Leonardo da Vinci.

 

Ein Ort, wo du noch nie gelebt hast, aber gern leben möchstes?

Heute lebe ich in Rom, eine Stadt die mir sehr viel gibt. Eine große Stadt, in der ich mich frei fühle. Ich habe keine konkrete Stadt im Sinn, wo ich gern leben würde, aber ganz sicher sollte es eine Metropole sein. In einer kleinen Stadt würde ich krank werden.

 

Zukünftige Projekte?

Gemeinsam mit meiner Frau, Annett, würde ich gern ein Studio eröffnen, wo ich Leute die an meiner Kunst interessiert sind treffen kann. Ein Kunststudio, was nicht nur Malerei, sondern auch Fotografie und Tattoo-Art. Vor Kurzem habe ich ganz offiziell einen Abschluss als Tätowierer gemacht und möchte meine Kunst nun auch „unter die Haut“ bringen.

 

Affrontare muri grandi anche due metri per sei, mi ha permesso sia di esprimermi pienamente, sia di imparare a gestire proporzioni, disegno e colori. 

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Party Magazine – Folgorato sulla via di Picasso